Montag, 25. August 2008

Spaßfußball Marke Union

Einen tollen Bericht von Martin Auer zum Spiel gegen TURU Düsseldorf hat das Solinger Tageblatt geschrieben:

Die Zeiten der Magerkost beim 1. FC Union Solingen scheinen vorüber. Der zweitschlechteste Angriff der letzten Verbandsliga-Saison steht nach dem zweiten Spieltag der Niederrheinliga mit acht erzielten Toren und sechs Punkten auf Platz eins. Beim Oberliga-Absteiger Turu Düsseldorf in Oberbilk brannte die Zilles-Elf gestern in den ersten 30 Minuten nach der Pause ein Feuerwerk ab, an dessen Ende die von Ex-Unioner Harald Becker betreuten Gastgeber mit 1:4 noch sehr gut bedient waren.

Wobei der neue Spaßfußball Marke Union vor der Pause nur magere fünf Minuten lang zu sehen war. In der Anfangsphase kamen die Solinger gar nicht ins Spiel, die laufstarken Turu-Youngster gaben trotz technischer Unterlegenheit klar den Ton an. Erst nach dem sehenswerten 20-Meter-Schuss von Serdar Özdemir (25.), der knapp am Tor vorbeistrich, zeigten die Gäste in einer kurzen Phase auf, wie anfällig die Turu ist, wenn sie unter Druck gerät.

Traumpässe von Czajor, böser Patzer von Prostka

„Das war Absicht, ich hab’ gesehen, dass der Torwart weit draußen stand“, sagte Serdar Özdemir nach der Partie zu seinem 25-Meter-Treffer, der drei Minuten nach der Pause den Solinger Sieg einleitete. Wie bereits in der Vorwoche brachte der defensive Mittelfeldspieler sein Team per Weitschuss mit 1:0 in Front. Die Akzente in den nächsten 25 Minuten setzten aber andere: Gabriel Czajor mit einem Traumpass auf Ede Yotla (55.), der mit einem Heber über den Torwart zum 2:0 vollstreckte. Auf der Gegenseite leistete sich im direkten Gegenzug Union-Keeper Dennis Prostka einen dicken Patzer, als er unmotiviert zur Eckfahne lief und damit den vorher total konsternierten Düsseldorfern den 1:2-Anschlusstreffer schenkte.

Die Turu-Hoffnungen hielten sich aber nur wenige Minuten. Von der Mittellinie setzte Ede Yotla ganz stark Miguel Lopez in Szene, der sicher zum 3:1 (60.) vollstreckte. Mit den eingewechselten Dominik Montag und Samuel Sibilski kam dann nochmal zusätzlicher Schwung von den Außenbahnen. Gabriel Czajor, damit von seinem linken Außenposten erlöst, konnte zentral noch mehr zaubern als zuvor. Das schönste Tor des Tages war denn auch das 4:1 in der 72. Minute. Czajor bediente Lopez auf der linken Seite, der bewies ein Auge für den Mitspieler, und Dominik Montag konnte aus vollem Lauf vollstrecken – traumhaft!

In der Schlussphase ließen sich die Solinger von der rauen Gangart der Düsseldorfer provozieren. Czajor und der sonst sehr gute Daniel Esselborn wandelten am Rand von Gelb-Rot, Tore waren so nicht mehr zu machen.

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