Montag, 4. August 2008

Nur das Ergebnis stimmte

„Ich habe Christian Werth auch nicht gesehen“, erklärte Peter Deutzmann. „Mal abwarten, ob er zur Vorstandssitzung kommen wird.“ Jedenfalls habe sich der Vorsitzende von Union Solingen nicht – wie vergangene Woche eigentlich vereinbart – bei seinem Stellvertreter gemeldet. „Deshalb hat es auch das vorgesehene Treffen mit ihm noch nicht gegeben.“ Werth ist nach einem Krach innerhalb des Vereinsvorstandes also immer noch abgetaucht. Und was ist, wenn der Vorsitzende auch heute zur Vorstandssitzung nicht erscheint ? „Da gibt es einige Überlegungen. Aber das werden wir erst entscheiden, wenn dieser Fall eintritt“, erklärte Deutzmann.

Zum Sportlichen. Wenig Mühe hatte die Union mit dem Vertreter der Westfalen-Liga TSG Sprockhövel. Zwei gelungene Aktionen in der ersten Halbzeit reichten den Solingern zum 2:0-Gesamterfolg. Trotzdem empfand Trainer Frank Zilles den Auftritt seiner Mannschaft nicht als Wiedergutmachung für die 1:7-Klatsche unter der Woche gegen Bergisch-Gladbach: „Ich bin nur mit dem Ergebnis zufrieden. Laufbereitschaft, Wille, Kommunikation und Begeisterung sind noch stark verbesserungswürdig.“ Recht hatte der Coach, denn mit ein wenig mehr Entschlossenheit im gegnerischen Strafraum hätte die Union noch das ein oder andere Tor mehr erzielen können.

Die Partie begann für den Niederrheinligisten mit einem weiteren Verletzungsausfall. Bereits nach 13 Minuten musste Sascha Meier raus. „Das ist jetzt unser dritter Linksfuß, der verletzt ist. Langsam wird es eng“, sagte Zilles. Matteo Russo übernahm für Meier die Position auf der linken Außenbahn. Gleich mit seiner ersten gelungenen Aktion erzielte Miguel Lopez-Torres (23.) die Führung für die Solinger. Und als TSG-Torhüter Patrick Knieps einen Schuss von Serdar Özedemir nur abklatschen lassen konnte, war Lopez-Torres (45.) zum zweiten Mal zur Stelle. In der zweiten Halbzeit überließ die Union den Gästen das Spiel, die aber mit den gegebenen Freiheiten wenig anzufangen wussten.

Quelle: RP-online
Bericht: Michael Tesch, Foto: Martin Kempner

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