Donnerstag, 7. August 2008

Letzte Minute macht Frank Zilles erstmal sauer

Praktisch mit dem Abpfiff kassiert der 1. FC Union noch den 2:2-Ausgleich beim Landesligisten FC Remscheid.

Natürlich gibt es keine Punkte für Testspiele, aber den bergischen Klassiker beim FC Remscheid hätte Union-Trainer Frank Zilles eben doch gerne gewonnen. „Zumal wir mindestens das eine Tor besser waren“, stellte der 44-Jährige fest, nachdem ein paar Minuten seit dem Schlusspfiff im Röntgenstadion verstrichen waren und er seinem Ärger Luft gemacht hatte. In der letzten Spielminute hatte der kurz zuvor eingewechselte Remscheider Christian Dalitz aus dem vermeintlichen 2:1-Sieg der Solinger noch ein 2:2-Unentschieden machen dürfen, weil die Vorderleute von Keeper Dennis Prostka nicht konsequent genug geklärt hatten.

Dabei hatten sich die bergischen Rivalen ein Testspiel der besseren Sorte geliefert, weitab von Sommerfußball mit ordentlichem Tempo und etlichen guten Chancen – ganz besonders auf Seiten der Union. „Man sieht, die Frische kehrt zurück“, meinte den auch Zilles mit noch etwas mehr Abstand zum Spiel, die Fehlpässe und die Chancenverwertung bemängelte er allerdings auch zurecht.

Trotz Improvisation auf der rechten und linken Offensivseite – Sascha Meier ist weiter verletzt, Dennis Friesel hat eine lange abgesprochene Reise nach Peking angetreten – kam die Union über die Flügel mit Gabriel Czajor und Serdar Özdemir öfter gut nach vorne. Um so überraschender fiel das 1:0 für Remscheid nach 24 Minuten, als Markus Weiß zwar zurecht Handspiel reklamierte, eigentlich aber gegen Marcello D’Aquino hätte klären müssen.

Die Union blieb die Antwort nicht schuldig. Ede Yotla (30.) und Marc Sesterhenn per Kopf an die Latte (37.) scheiterten noch knapp, mit dem Elfmeter nach Foul an Miguel Lopez (39.) war der Ausgleich perfekt. Daniel Esselborn vollstreckte ganz sicher zum 1:1.

Vier Wechsel nach der Pause beeinträchtigten ein wenig die Sicherheit der Hintermannschaft um Union-Kapitän Enno Kowski. Auf der anderen Seite demonstrierte Gastspieler Regjep Banushi einmal mehr seinen Zug zum Tor. Er benötigte zwar drei gute Chancen, markierte dann aber auch das 2:1 der Union mit Sprungstärke und einem Kopfball aus kurzer Distanz.

Quelle: Solinger Tageblatt
Bericht: Martin Auer, Foto: Holger Battefeld

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