Donnerstag, 28. August 2008

Interview im Solinger Tageblatt

Heute ist im Solinger Tageblatt folgendes Interview mit Serdar zu lesen:

Zilles’ 1:0-Experte war zehn Jahre in der Fremde

„Na ja, vorige Spielzeit habe ich insgesamt nur ein einziges Tor gemacht, das war allerdings auch eine Seuchensaison für mich“, glaubt Serdar Özdemir selbst nicht so recht, dass er als defensiver Mittelspieler jetzt am Fließband Tore für seinen neuen
Verein machen wird. Beim tollen Start des 1. FC Union in die Niederrheinliga erzielte er jedes Mal das wichtige 1:0 – zu Hause gegen den SC West mit einem 18-Meter-Freistoß, dann bei Turu Düsseldorf per 25-Meter-Heber.

Seine „Seuchensaison“ erlebte der Wunschspieler von Trainer Frank Zilles, der deutlich vor dem Ende der letzten Spielzeit als erster Neuzugang feststand, beim damaligen Liga-Rivalen VfB Hilden. „Am Ende war ich sogar suspendiert, weil ich eine Vereinbarung mit dem Vorstand nicht mittragen wollte“, erklärt Serdar Özdemir – mit dem Angebot der Union nahm der gebürtige und stets hier lebende Solinger die Chance wahr, nach zehn Jahren in der Fremde zu seinem alten Verein zurückzukehren.

Langer Aufenthalt bei der Fortuna

Der kantige Mittelfeldmann, der vor einer Woche seinen 23. Geburtstag feierte, war als 13-Jähriger dem damaligen C-Jugend-Trainer von Fortuna Düsseldorf aufgefallen – es folgten sieben Jahre beim Top-Verein in der Landeshauptstadt, am Ende spielte er in der Verbandsliga-Reserve der Fortunen. „Natürlich habe ich von einer Profi-Karriere geträumt, aber mir ist schon lange klar, dass das nicht realistisch ist“, sagt Serdar Özdemir, der gerade eine kaufmännische Lehre abgeschlossen hat und ab Oktober ein Betriebswirtschafts-Studium in Angriff nehmen will – am liebsten in Köln oder Düsseldorf.

Auch wenn sich Özdemir bemüht, „auf dem Boden zu bleiben“, lässt ihn die Euphorie nach dem tollen Start nicht unberührt. „Man spürt sehr viel Selbstbewusstsein, im Moment habe ich das Gefühl, auf dem Platz automatisch immer das Richtige zu machen“, sagt er. Er ist überzeugt, dass die Union einen sehr guten Kader aus routinierten und jungen, hungrigen Spielern hat, trotzdem wäre er am Ende der Hinrunde mit einem Platz unter den ersten Sechs schon zufrieden: „Man weiß ja nicht, wie gut die ersten Gegner waren, Straelen wird am Sonntag ein Maßstab.“

Quelle: Solinger Tageblatt
Bericht: Martin Auer

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